Slowenien
Das Gute liegt so nahe

Die slowenischen Christkindlmärkte – ein Geheimtipp

Wer liebt ihn nicht, den Dezember mit seinen vielen Märkten überall. Doch wenige kennen die besondere Stimmung, die Slowenien in der Vorweihnachtszeit auszeichnet.

Slowenien ist nach wie vor ein Geheimtipp für Urlauber; dies gilt nicht nur für den Sommer. Gerade im Advent bezaubern die slowenischen Städte und Orte durch ihre besonders festliche Stimmung und viele spezielle Veranstaltungen.

Wer Slowenien in der Vorweihnachtszeit besucht, beginnt am besten in der Hauptstadt. Wohl nicht zufällig wurde der Weihnachtsmarkt von Ljubljana unter die 20 schönsten der Welt gewählt. Die Innenstadt erstrahlt im festlichen Lichterschein, überall sind weihnachtliche Melodien zu hören. Durch die Gassen und auf den Plätzen weht der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln.

In Ljubljana schlängeln sich Marktstände nicht nur durch die Straßen der Stadt, sondern auch malerisch entlang des Flußes Ljubljanica. Dieser kann auch zur kalten Jahreszeit mit dem Panoramaboot befahren werden, was einen völlig neuen Blick auf die Stadt und ihre vielen Lichter ermöglicht. In kuschelige Decken gehüllt und mit einem heißen Getränk versorgt, geht es im Boot unter den vielen geschmückten Brücken hindurch vorbei an hell erleuchteten Fassaden – ein Highlight vor allem nach Einbruch der Dunkelheit. Die Hauptstadt lockt im Dezember aber nicht zuletzt aufgrund seiner vielen frei zugänglichen Konzerte und Open Air-Events in den weihnachtlich geschmückten Straßen. Und auch Kinder bekommen hier einiges geboten; im Zvezda-Park werden Märchen erzählt und Kreativ-Workshops veranstaltet.

Christkindlmarkt von alpin bis maritim

Rund um die Hauptstadt bezaubern außerdem viele kleinere Orte in Slowenien Gäste mit ihren Weihnachtsmärkten, so etwa das nahe gelegene Celje, in dem ein Märchenland aufgebaut wird, in dem sich Laienschauspieler als Elfen oder Zwerge tummeln. Ebenso einen Besuch wert, sind die Weihnachtsmärkte von Kranj, Velenje und Maribor. Kranj ist dank des slowenischen Dichters und Anwalts France Prešeren auch das kulturelle Herz Sloweniens.  Aus seiner Feder stammt der Text der slowenischen Nationalhymne, eigentlich ein Trinklied, das viel von Freiheit und Unabhängigkeit erzählt. Entsprechend ist der Weihnachtsmarkt von Kranj in den Farben des Landes beleuchtet. Aber auch die gesamte bezaubernde Altstadt ist direkt dazu geschaffen, sich in weihnachtlichem Glanz zu präsentieren.

Weiter im Süden an der Küste verströmen die Orte Portorož und Koper mit ihren Weihnachtsständen am Meer ein ganz besonderes Flair. Die kurzen Distanzen machen weihnachtliche Rundfahrten zu einem angenehmen und stressfreien Erlebnis. Wer Weihnachten in den Bergen schätzt, sollte nicht vergessen, einen Abstecher in den bekannten Schiweltcup-Ort Kranjska Gora zu machen, wo jährlich ein alpines Winter-Wunderland entsteht.

Lebendige Weihnachtskrippe

Nur rund 50 Kilometer südlich von Ljublijana befindet sich eine weitere einmalige Weihnachtsattraktion in dem kleinen Ort Postojna/Adelsberg. In dem 24 Kilometer langen Höhlensystem der Postojna-Höhle wird Jahr für Jahr das Weihnachtswunder anhand von 16 Szenen nachgespielt. „Echte“ Menschen, ja sogar richtige Stars, treten hier als Josef, Maria, Jesus oder die heiligen drei Könige auf. Die zweitgrößte für Touristen erschlossene Tropfsteinhöhle der Welt wird dafür mit einer gigantischen Lichtshow bespielt. Das ganz besondere sind hier nicht zuletzt die Schauspieler – viele der bis zu 150 beteiligten Personen sind Amateurdarsteller aus der Umgebung. Einer von ihnen rasiert sich für seine Rolle des Zacharias ab Anfang Oktober nicht mehr, um im Dezember den perfekten Zacharias-Bart zu haben.

Diese Hingabe spüren die Besucher, wenn sie zuerst in einem kleinen Zug, dann zu Fuß durch die Höhle spazieren und der Musik und dem Gesang lauschen.

Ob nur für ein Wochenende oder für länger, Slowenien ist in der Vorweihnachtszeit in jedem Fall eine Reise wert.

Silvester – heiß und bunt

Sie glauben, um es zu Silvester kuschelig zu haben, müssen Sie weit weg fliegen? Keineswegs, die slowenischen Thermen bieten an diesem Tag ein ganz besonderes Wohlfühlprogramm an.

Die Entscheidung, ob der Rutsch ins Neue Jahr eher ruhig und besinnlich oder ausgelassen und bunt sein soll, fällt vielen nicht leicht. Wünscht man sich doch einerseits Erholung vom stressigen Arbeitsalltag, langweilig sollte diese besondere Nacht jedoch genauso wenig sein. Ein Kurzurlaub in einem der slowenischen Thermenressorts verbindet beides – Erholung und Partyfeeling! Vor allem für Pärchen locken die slowenischen Wellness-Ressorts mit Angeboten, die kaum zu schlagen sind.

Gala-Dinner und Ruhe für sich

Für all jene, die es gerne gesellig und intim zugleich haben, bietet sich ein Aufenthalt in den 2018 neu errichteten Glamping Villen der „Sun Valley Bioterme“ in der Region Pomurje im Nordosten des Landes an. Die kleinen Häuschen fügen sich ebenso wie die Thermenanlage in das malerische slowenische Hügelland nahe der Grenze zur Steiermark ein und bezaubern durch ihre elegante Innenausstattung aus Holz. Hier finden zwei Personen mehr als genug Platz, um nach einem entspannten Silvstergala-Dinner den Abend etwas privater ausklingen zu lassen.

Zu Silvester gesund genießen

Auch die „Therme 3000“ im Ort Moravske Toplice bietet exklusive  Silvesterangebote für Pärchen. Die Besonderheit hier:  die gesunde Kochkunst auf höchstem Niveau und vorzügliche Silvester-Häppchen, die man am Pool genießen kann. Die Gerichte werden mit typischen lokalen Zutaten angereichert. Etwa dem berühmten Buchweizenmehl oder den Kräutern der Prekmurje-Auen,  die jeder Speise einen ganz besonderen Geschmack verleihen. Das Programm „Das Gute wählen“ zeigt, wie wichtig qualitativ hochwertige Ernährung für das Wohlbefinden ist.

Viele der alljährlichen Neujahrsvorsätze beziehen sich auf die Gesundheit und das Wohlbefinden. Mit wohltuenden Detox- und Regenerationsprogrammen etwa in den LifeClass Hotels & Spa Portorož oder in der Themre Dobrna tankt man neue Energie gleich zu Beginn des Jahres. Fünf Themenräume, fünf Elemente, fünf Energiequellen – im Špik Alpine Resort in der Nähe von Kranskja Gora lässt sich über den jahreswechsel Ruhe im Einklang mit der Natur in einer spannenden Bergkulisse finden. Alpenwellness, die man auf Wunsch auch nur zu zweit für sich haben kann.

Slowenien hautnah erleben

Slowenien: Energie in den Bergen und am Meer tanken

Wellness und Selfness in Slowenien hat immer auch mit Naturerfahrung zu tun. Das kleine grüne Land mit seinen verschiedenen Klimata bietet Naturerlebnisse und Entspannung für jeden Geschmack.

Freunde alpiner Bergwelten werden sich in Slowenien sofort zuhause fühlen; etwa im Thermenressort des Špik Hotels in Gozd Martuljek, nur wenige Kilometer vom bekannten Skiort Kranjska Gora im Nordwesten des Landes entfernt. In atemberaubender alpiner Landschaft gehen hier Wellness und Sport eine einmalige Kombination ein, denn längst haben Gesundheitsexperten erkannt, dass Erholung immer auch mit körperlicher Bewegung zu tun hat. Wer sich hier nach einen Tag Langlaufen, Skifahren, Wandern oder Radfahren eine der besonderen Massagen, etwa mit dem einmaligen Gletscherwasser gönnt, tut dem Körper und der Seele Gutes.

Sportübungen in der Natur, Massagen, die auf alten indischen, japanischen, thailändischen, chinesischen und anderen Ansätzen beruhen, Dampfbäder und Saunen aller Ausprägungen, Peelings – es gibt zahlreiche wohltuende Verwöhnprogramme in den slowenischen Heilbädern und Thermen. Diese haben sich zu Kraftorten nicht nur zum Wohlfühlen, sondern auch zur Selbstfindung entwickelt. In der Therme Olimia, Sloweniens erster ganzheitlicher Selfness-Destination, lernt man, seine Gewohnheiten und damit auch sich selbst zu ändern. Entspannung nach Olimia Art heißt, sich Zeit zu nehmen und mit Selfness-Erlebnissen in der Natur einmal nur an sich zu denken.

Die Kraft der Seequellen

Bei Naturfreunden mindestens so beliebt ist der malerische Ort Bled, direkt am Bleder See gelegen. Wohl nicht zufällig wurde Bled als Teil des internationalen „Green Destinations”-Netzwerks bereits zum wiederholten Mal unter die Top 100 Urlaubsorte im Bereich nachhaltiger Entwicklung in Europa gewählt. Hier kommen nicht nur Wanderfreunde auf ihre Kosten, sondern seit einiger Zeit auch Anhänger von Yoga, Meditation und Co. Das günstige Klima und die Kraft der Seequellen in Bled haben schon in der Vergangenheit Besucher auf der Suche nach innerer Harmonie angelockt – etwa den Schweizer Arzt und Naturheiler Arnold Rikli. Bereits seine Gäste sind Mitte des 19. Jahrhunderts barfuß durch das taunasse Gras gelaufen, um ihre Durchblutung zu fördern.

Selfness am Meer

Selfness lässt sich in Slowenien auch am Meer kultivieren. Kaum mehr als dreieinhalb Autostunden von Graz entfernt liegen Sloweniens Küstenorte Portorož und Piran. Im direkt in der Bucht des knapp 3000-Einwohner Ortes Portorož gelegenen Lifeclass Portorož Ressort  gibt es hier für jeden Geschmack etwas zur Entspannung  – von der Wai Thai Massage bis zu speziellen Ayurveda Detox-Behandlungen. Im thalassotherapeutischen Zentrum Salia der Therme Krka in Strunjan versorgen einen Schönheits- und Entspannungsprogramme, Salzsauna, Meeresbäder, Meeresschlammpackungen und Salzpeelings mit positiver Energie.

Zusätzliches Highlight – das antike Piran lädt Gäste mit seinen kleinen, winkeligen Gassen, malerischen Cafés und Wegen direkt am Meer ein zu verweilen und sich ins emsige Treiben der Einheimischen am Hafen zu mischen. Egal ob untertags oder in der Nacht, Piran ist immer einen Besuch wert, zählt es doch zu den charmantesten Küstenorten des Mittelmeers. Die wohltuende Wirkung des Meeres kann man aber auch im Schutz der Julischen Alpen spüren. Ein Besuch im Salzzimmer der Therme Cerkno ist eine Wohltat für die Atemwege und die Haut. Zusätzliche Entspannung findet man in den Saunen im Alpenstil.

Entspannt zurück aus dem Urlaub

Selfness und Yoga in Indien oder auf Bali mag verlockend klingen, erholsamer ist die Auszeit in nicht allzu weiter Entfernung von zuhause. Sloweniens unmittelbare Nähe ist perfekt, um sich den Stress langer An- und Abreisen zu ersparen. Für ein langes Erholungsgefühl auch im Alltag.

Lassen Sie sich verwöhnen

Warum nicht statt im Veneto den nächsten Wein-Urlaub in Slowenien verbringen?

Klein, aber fein. So lässt sich nicht nur Slowenien als Land beschreiben, sondern auch die hier angebotenen Speisen und Weine. Auf eigens angelegten „Wein-Routen“ (64 an der Zahl!) lässt sich ganz famos von einer „Osmica“-Ausschank zur nächsten reisen.

Drei Genuss-Regionen

Slowenien befindet sich inmitten des europäischen Weinbaugürtels; verschiedene Klimata und unterschiedliche Böden führen hier zu einer besonderen Vielfalt an Rebsorten – 52, um genau zu sein. Diese werden in drei Weinbauregionen und 14 Weingegenden angebaut. Im Nordosten rund um das malerische Städtchen Maribor und entlang der Drau befindet sich die sogenannte Podravje. Die Region ist für elegante Weißweine bekannt. Eine besondere Attraktion wächst im Zentrum vom Maribor – und zwar seit über 450 Jahren.  Es ist die Alte Rebe, ihres Zeichens die älteste Rebe der Welt. Jahr für Jahr bringt sie etwa 55 Kilogramm roter Trauben hervor. Ein Highlight des herbstlichen Geschehens ist das alljährliche Festival der Alten Rebe, das mit dem traditionellen Martinsfest am 11. November endet. An diesem Tag finden zu Ehren des slowenischen Weines im ganzen Land große Feste statt.

Im Südosten des Landes liegt die Posavje, benannt nach Sloweniens größtem Fluß, der Sava, mit den bekannten Weinbaugegenden Dolenska und Bela Krajina. Hier wird unter anderem der berühmte Cviček, ein „Mischling“ aus roten und weißen Trauben, angebaut. Sloweniens dritte Weinbauregion befindet sich im Westen an der Küste – die Primorska. Sie ist für den köstlichen Teran bekannt, ein kräftiger, fruchtiger Rotwein.

Slowenische Besonderheit – die Zeit von „Osmica“

Gustieren lässt sich in Slowenien am besten im Rahmen der sogenannten „Osmica“. So öffnen lokale Betriebe, Bauernhöfe genauso wie Weingüter, üblicherweise zwischen November und Juni ihre Türen, um vorbeikommenden Besuchern ihre hausgemachten kulinarischen Spezialitäten anzubieten. Das slowenische Wort „osmen“ bedeutet übrigens acht und verweist damit auf ein von Maria Theresia erlassenes Gesetz, demzufolge es lokalen Weinbauern gestattet wurde, ihre Produkte acht Tage im Jahr steuerfrei zu verkaufen, um Platz für neue Weine in ihren Kellern zu schaffen.

Am schönsten ist es, im Urlaub den Zufall walten zu lassen und einfach den typischen „Osmice“-Wegweisern, den sogenannten „fraske“, kleinen angespitzten Holzbrettchen, an manchen Orten geschmückt mit einem umgekehrten Lorbeer-Zweigchen, zu folgen. Wer weniger Zeit hat, kann jedoch ebenso einen Blick auf die Liste der Orte, an denen normalerweise „Osmica“ stattfindet, werfen. Zum Wein gibt es dann frisch gebackenes Brot, Würste, Eier, Schweinefilet mit Kohl, Karstschinken, hausgemachte Nachspeisen und vieles mehr.

Übernachten im Weinberg

Wer sich auf eigene Faust oder entlang der ausgeschilderten Routen auf den Spuren des Weins durch Slowenien begibt, findet dabei auch die eine oder andere besondere Unterkunft. So bietet etwa die Gegend Dolenjska im Südosten eigene Weinberghäuschen für Übernachtungen an. Diese sogenannten „zidanice“ direkt am Rand der Weinberge sind bezeichnend für das 18. Jahrhundert. An Aktualität haben sie jedoch nicht verloren. Zahlreiche „zidanice“ mit Tradition wurden liebevoll restauriert, einige von ihnen wurden zu Gästezimmern umgebaut.

So etwa das 180 Jahre alte Škatlar-Weinberghäuschen oberhalb von Paha, eine gute Autostunde von Ljubljana entfernt. Herrlich ist der Blick über das sanfte Hügelland und die Weinberge – der perfekte Ort um zu entspannen und den lokalen Cviček zu verkosten, die Weinspezialität der Region Dolenjska. 15.000 derartige Häuschen soll es in der romantischen Hügellandschaft im Süden Sloweniens geben, die auch durch ihre Burgen, Schlösser und warmen Flüsse besticht.

Vieles gäbe es noch zu sagen über die slowenischen Weine – wer kommt, lässt sich am besten überraschen und nimmt genügend Zeit mit, um Neues zu entdecken.

Slowenien: Land der ausgezeichneten Küchenchefs

Eine junge Generation der Küchen-Erneuerer führt Slowenien seit einigen Jahren zu neuen kulinarischen Höhen – und fährt international hohe Bewertungen ein.Feinschmecker sind dort hundertprozentig am richtigen Ort.

Ein gutes Essen hat immer auch mit dem Umfeld zu tun, an dem es serviert wird. Slowenien ist bekannt für seine Fülle an malerischen Orten, in denen man die Gaumenfreuden des Landes genießen kann. Besonders imposant gelegen ist zum Beispiel das Spitzenrestaurant Jezersek in der Bleder Burg, in dem man beim Verzehr von hausgemachter Pasta oder frischen Meeresfrüchten den herrlichen Rundum-Ausblick auf den tiefblauen See sowie die umliegenden Alpen-Gipfel  genießen kann.

Slowenien hat Feinschmeckern reichlich zu bieten, das Land ist eine der spannendsten neuen kulinarischen Destinationen. Die bodenständige und bewusste Einstellung der Slowenen zu den Schätzen, die ihr Land ausmachen, zeigt sich vor allem in der slowenischen Küche. Die Gastronomie heimst seit einigen Jahren hohe Bewertungen in Restaurant-Guides ein. Sie hat mittlerweile eine ganze Reihe an preisgekrönten Küchenchefs  vorzuweisen. Sechs Lokale wurden von Gault & Millau sogar mit vier Hauben ausgezeichnet:

  • Ein königliches Gastronomie-Erlebnis bietet Tomaž Kavčič im „Gostilna pri Lojzetu“ im Schloss Zemono. Er ist einer der Mitbegründer der Slow-food-Küche in Slowenien. Kavčič kreiert Gerichte aus erlesenen Zutaten, die aus dem umliegenden Vipava-Tal stammen, mit einem großen Maß an Hingabe, die bei jedem Gericht zu spüren ist. Von Gault & Millau bekam das „Gostilna pri Lojzetu“ die Auszeichnung „Restaurant des Jahres 2020“.

 

  • Starkoch David Vračko hat im „MAK“ in Maribor eine eigene kulinarische Kategorie erschaffen. Dort gibt es keine Speisekarte im klassischen Sinn, sondern ein lukullisches Gesamtkunstwerk. Schon die Website lässt einen erahnen, dass dieses Restaurant das Außergewöhnliche zelebriert.

 

  • Moderne Eleganz mit heimischer Gemütlichkeit verbindet das Restaurant „Ošterija Debeluh”. Küchenchef Jure Tomič zaubert im Ort Brežice aber nicht nur kulinarische Erlebnisse. Da er im Jahr 2010 auch Sommelier-Champion von Slowenien war, hat das „Ošterija Debeluh” auch eine der besten Wienkarten Sloweniens.
  • Igor Jagodic hingegen experimentiert im Restaurant Strelec, das im Schloss von Ljubljana liegt, viel mit grundlegenden Zutaten – und zwar auf Vier-Hauben-Niveau. So zählen zu den Markengerichten von Küchenchef Jagodic Kartoffel mit Dotter und Trüffeln, Rote-Rüben-Suppe aber auch Froschschenkel. Durch seine Lage im Schloss lädt das Stelec auch ein, Ljubljana von oben zu entdecken.

 

  • Modern gestylt mit viel Holz und Glas ist das „Hiša Denk” in Zgornja Kungota, nur einen Katzensprung von der österreichischen Grenze entfernt. Unter der Leitung von Gregor Vračko vereinen sich die Geschmäcker der slowenischen Steiermark mit modernen Trends.

 

  • Sie war bereits 2017 die beste Köchin weltweit, nun erhielt Ana Roš von Gault & Millau den – in diesem Fall geschlechtsneutralen – Titel als bester slowenischer Küchenchef des Jahres 2020. Ihr Restaurant „Hiša Franko“ ist eingebettet im pitoresken Soča-Tal. Die von Roš kreierten Gerichte sind eine Symbiose aus der Umgebung, der Jahreszeit und ihrer Persönlichkeit. Roš ist eine regionale Weltköchin, deren Küche eng mit den Traditionen und der Natur zwischen den Bergen und dem Meer verbunden ist – und Feinschmecker aus der ganzen Welt verblüfft.

Alle, die beim Lesen schon Lust auf slowenische Kulinarik bekommen haben, können sich nun ein Stück davon zu sich nach Hause holen und zwar mit unserem Rezept für die Potitze. Allerdings: Am besten schmeckt es wahrscheinlich doch in Slowenien….

Potica & Co: Kulinarik aus Slowenien

Das Nachbarland hat eine Vielzahl regionaler Spezialitäten zu bieten. Dazu ein traditionelles Rezept für eine Potica.

Wer in Slowenien unterwegs ist, erlebt in Sachen Natur und Kultur einiges. Solche Erlebnisse machen rasch hungrig, aber keine Angst: Auch in kulinarischer Hinsicht hat Slowenien viel zu bieten.

Das wohl bekannteste slowenische Gericht ist die Potitze (slowenisch Potica), ein Gebäck aus Hefeteig mit verschiedenen Füllungen. Traditionell wird diese Leckerei an Festtagen verspeist und es ist Sitte, dass Mütter ihren Töchtern das Backen beibringen. Die herkömmlichsten Sorten sind unter anderem Senf-, Walnuss-, oder Topfen-Potica – es gibt jedoch mehr als 80 verschiedene Varianten. Der Name ist hier außerdem Programm: Potica bedeutet im Slowenischen so viel wie „Einwickeln“ und darum geht es auch bei der Potitze, denn die verschiedenen Füllungen werden in den Teig eingerollt und dann entweder in einer Backform oder direkt im Ofen gebacken. Wo gibt es die beste Potitze Sloweniens? Prinzipiell ist es wie in Österreich mit dem Schnitzel: Das Gericht gibt es in so gut wie jedem Lokal des Landes und viele Slowenen beherrschen die Kunst des Potitze-Backens hervorragend; als Geheimtipp gilt jedoch der Bleder Potičnica. Wem die klassische Potitze zu wenig ausgefallen erscheint, der sollte die neuen Mini-Poticas (lePotičke) probieren.

Natürlich hat die slowenische Küche aber noch deutlich mehr zu bieten als diese traditionelle Festbäckerei. Dabei gibt es geographisch große Unterschiede, so schmeckt die Küche der Küstenregionen anders als jene des Flachlands oder der Alpenregion. Beeindruckend ist vor allem die Anzahl der typischen Speisen, gibt es doch insgesamt 170 von ihnen, sowie zahlreiche lokal angebaute und hergestellte Käse- Wurstsorten; auch an typischen Ölen mangelt es nicht.

Zum Essen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den aufkommenden Durst zu stillen – wer aber nach einer erstklassigen Variante sucht, sollte auf ein Gläschen slowenischen Weins zurückgreifen: Insgesamt gibt es drei international prämierte Weinbaugebiete, wobei diese in weitere 14 Weingegenden eingeteilt sind. Welche Weinsorten sollten wo probiert werden? In Posavje empfiehlt sich der Cviček, in Primorska der Teran und in Podravje die Weißweine wie etwa der Traminec. Der slowenische Weinbau hält sogar einen Weltrekord: In Marburg gedeiht seit fast 500 Jahren die älteste Weinrebe der Welt.

Slowenien Potitze

Rezept Potitze

Den Teig an einem warmen Ort zubereiten. Das Mehl mit Salz vermengen und die Hefe mit einem Teelöffel Zucker, 2 Esslöffeln Mehl und 50 ml lauwarmen Wassers oder Milch vermischen. An einem warmen Ort aufgehen lassen. In der Mitte des Mehls eine Kuhle bilden und die geschlagenen Eier, Hefe, geschmolzene Butter und Zucker hineingeben. Während des Mischens nach und nach die lauwarme Milch unterrühren. 15 Minuten schlagen bzw. bis sich Bläschen bilden und sich der Teig von der Schüssel löst. Den Teig mit Mehl bestreuen, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort aufgehen lassen. Für die Füllung zerkleinerte oder gemahlene Walnüsse mit gesüßter Milch überbrühen. Den Honig erhitzen, bis er flüssig ist. Zu den Walnüssen geben und Zimt untermischen. Die Füllung etwas abkühlen lassen, dann ein bis zwei Eier hinzufügen und glatt unterrühren. Den Teig einen halben Zentimeter dick ausrollen und mit der noch warmen Füllung bestreichen. Fest zusammenrollen und in die Backform geben. Die Potitza langsam aufgehen lassen. Im Backofen wird sie später noch etwas höher. Vor dem Backen mit verquirltem Ei bestreichen. Eine Stunde backen, danach in der Backform noch 15 Minuten abkühlen lassen. Je nach Wunsch mit Zucker bestreuen.

Zutaten für den Hefeteig:

  • 1 kg Mehl
  • 30 g Hefe
  • 3–4 Eidotter
  • 300 ml lauwarme Milch
  • 120 g Butter
  • 1 Teelöffel Salz
  • 2 Esslöffel Zucker
  • Fett für die Backform

Zutaten für die Füllung:

  • 600–700 g Walnüsse
  • 200 g Honig
  • 50 g Zucker
  • 100–200 ml Milch
  • 1 Ei
  • Zimt
  • etwas Rum oder hausgebrannten Schnaps
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Kultur-Urlaub auf den Spuren eines großen Slowenen

Jože Plečnik, Architekt und Schüler von Otto Wagner, formte Ljubljana im 20 Jahrhundert zu einem ganzheitlichen Kunstwerk. Eine Erkundungsreise zu den verborgenen Schätzen der slowenischen Hauptstadt.

Sie glauben, Sie kennen Slowenien bereits? Warum dann nicht einmal eine „Themen-Reise“ ins südliche Nachbarland machen? Die aktuelle Ausstellung „Plečniks nicht realisierte Projekte für Ljubljana“ bietet einmal mehr Anlass, auf den Spuren des berühmten slowenischen Architekten und Designers Jože Plečnik zu wandeln und verborgene Schätze der Hauptstadt zu entdecken.

Ljubljana zählt zu den weltweit bedeutendsten ganzheitlichen Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Jože Plečnik prägte die Stadt fast im Alleingang. Es gibt wohl keinen anderen Baukünstler, der enger mit seiner Heimatstadt verbunden ist. Ein Spaziergang durch das Plečnik-Haus ist wie ein Spaziergang durch das Leben und Werk des genialen Schülers von Otto Wagner. Die aktuelle Ausstellung im ehemaligen Wohnhaus des Architekten rückt seine nie realisierten Visionen, wie die “Kathedrale der Freiheit” im Tivoli Park oder die Erweiterung der Burg von Ljubljana, in den Mittelpunkt. 3D-Visualisierungen und Modelle bringen die Entwürfe von Plečnik zum Leben.

Seine realen architektonischen Meisterwerke lassen sich am einfachsten bei einem Spaziergang durch die Stadt entdecken. Startet man vom Plečnik-Haus aus, trifft man als erstes in unmittelbarer Nähe auf die Trnovo-Brücke über das Flüsschen Gradaščica. Sie zählt zu den wenigen mit Bäumen bewachsenen Brücken der Welt. Ein kurzer Fußweg zur Mündung der Gradaščica in die Ljubljanica, und schon ist man bei einem ganz besonderen Plečnik-Werk: der Uferpromenade Trnovski pristan. Sie ist von den zum Fluss absteigenden Steintreppen und zahlreichen Trauerweiden geprägt. Die Uferpromenade ist nicht nur einer der schönsten Spazierwege Ljubljanas, sondern auch beliebter Treffpunkt der Stadtbewohner bei schönem Wetter.

Tempel der Gelehrtheit
Schlendert man von dort entlang der Ljubljanica Richtung Stadtzentrum lohnt sich der kurze Abstecher zur slowenischen National- und Universitätsbibliothek, eines der bedeutendsten Werke von Plečnik. Er hat das Gebäude als Tempel der Gelehrtheit konzipiert. Schon von weitem sticht die imposante Fassade, eine Kombination aus rotem Backstein und unterschiedlich bearbeiteten Steinelementen, heraus. Im Inneren beeindruckt das mächtige, von 32 Marmorsäulen geprägte Treppenhaus. Die prächtigen Kronleuchter im Lesesaal entwarf Plečnik selbst.

Das letzte Werk von Plečnik – es liegt in unmittelbarer Nähe der Bibliothek – zählt gleichzeitig auch zu den größten architektonischen Sehenswürdigkeiten Ljubljanas. Mit der Renovierung des Sommertheaters Križanke verwandelte er das ehemalige Kloster des Deutschen Ordens aus dem 13. Jahrhundert in einen der zentralen Kulturschauplätze der Stadt. Dank der hervorragenden Akustik ist es eine einzigartige Stätte verschiedener Musikevents.  Im Sommer finden dort regelmäßig Veranstaltungen im Rahmen des Ljubljana Festivals statt. Die Drei Brücken und der Marktplatz im Zentrum der Stadt sind immer wieder sehenswert. Um sie kommen Besucher der slowenischen Hauptstadt eigentlich nicht herum. In Ljubljana geht man auf den Markt auch nicht nur, um Lebensmittel einzukaufen. Diverse Geschäfte und Cafés laden dort zum Bummeln und Verweilen ein.

Ein Familien-Projekt
Mehr oder weniger ein Projekt der Plečnik-Familie war die Kirche St. Michaelis. Sie liegt bereits etwas außerhalb der Stadt im Moorgebiet von Ljubljana. Es ist eines der originärsten Werke des Architekten. Der Priester Karel Matkovič, ein Neffe des Baukünstlers,  hatte den Bau in Auftrag gegeben, den Großteil des Baus finanzierte Plečniks Bruder Andrej. Die Kirche ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Anpassung an die lokale Kultur und an lokale Materialien. Aufgrund des sumpfigen Bodens steht das Gebäude auf Pfählen. Das Thema Licht und Göttlichkeit bestimmt hingegen andere Sakralbauten von Plečnik. Etwa der Kirche St. Franziskus, die als Tempel konzipiert wurde, von dem sich der zylinderartige Glockenturm hervorhebt.

Die Stadt der Lebenden von der Stadt der Toten trennt am Friedhof Žale symbolisch der monumentale Eingang durch einen Triumphbogen. Zu Beginn der 1930er-Jahre entschlossen sich die Stadtbehörden, den damaligen Heilig-Kreuz-Friedhof in den zentralen Stadtfriedhof umzuwandeln. Plečnik hatte den Wunsch, daraus einen Garten des Abschieds von den Toten zu schaffen. Er gestaltete am Friedhof Žale die Totenkammern in verschiedenen Stilen und betonte auf diese Weise die Gleichheit aller Menschen vor dem Tod.

Origineller Einblick auf der Bart-Tour
Plečniks architektonische Perlen können auch in Gesellschaft von Plečnik selbst erkundet werden. Bei der Bart-Tour erhält man einen originellen Einblick in das Leben und Schaffen dieser bedeutenden Persönlichkeiten.

Die besten Tipps für ein Wochenende in Ljubljana

Ljubljana ist nicht nur Sloweniens größte und gleichzeitig Hauptstadt, sondern gehört zu den grünsten und lebenswertesten Städten Europas.  Vergangenes Jahr konnte die Stadt sogar den Titel der grünen Hauptstadt Europas für sich beanspruchen.  Der Verzicht auf Autos in der Innenstadt und die unberührten Flussufer der Ljubljanica, machen die Hauptstadt vor allem im Sommer zu einem beliebten Ziel für Städtereisen.

Die,  mit knapp 290.000 Einwohnern verhältnismäßig geringe Größe, wird für Ljubljana nicht zum Nachteil, sondern hebt ihren ganz persönlichen Charakter und individuellen Charme noch deutlicher hervor. Würde man Ljubljana mit anderen europäischen Metropolen vergleichen wollen, müsste man am ehesten Berlin heranziehen. Zwar ist die slowenische Hauptstadt von weitaus geringerer Größe jedoch begeistert sie den Besucher ähnlich wie die deutsche Hauptstadt durch einen ganz eigenen Flair.

Individualität, slowenische Kultur und die Einflüsse der kunterbunten Geschichte prägen das Stadtbild und die Menschen. Künstlerische Vielfalt trifft in Ljubljana auf entspannte Atmosphäre und interessante Architektur.  Wer also auf einen Wochenendbesuch in die slowenische Hauptstadt kommt, hat die Chance seine Sinne auf vielfältige Art und Weise berauschen zu lassen.  Um die ultimative Ljubljana-Erfahrung zu machen und einen möglichst umfassenden Eindruck des besonderen Flairs gewinnen zu können,  macht es Sinn mit einem Besuch der Ljubljana Burg zu starten.

Im Osten der Altstadt gelegen, thront die Burg seit dem frühen 16. Jahrhundert über der Stadt. Wer sich den Aufstieg, nicht jedoch die Aussicht sparen möchte, erklimmt den Berg ganz leicht mit der Seilbahn. Durch die Glaswände lässt sich schon bei der Fahrt hinauf, ein erster Eindruck über die Schönheit der Stadt gewinnen. Beim anschließenden Gang in die Altstadt sollte man über die Zmajski Most, die Drachenbrücke,  gehen. Wahrzeichen der Stadt wurde sie zu Ehren Kaiser Franz Josef im Jahre 1901 gebaut.  Anschließend empfiehlt sich ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt.

Besonders hervorzuheben und relativ schwer zu verfehlen ist  hier  der Preserenplatz, das Herzstück der Metropole.  Auf dem historischen Platz finden sich Kernstücke der slowenischen Architektur, wie zum Beispiel das Preseren Denkmal oder  ein Besuch der Franziskanerkiche.  Eine gute Möglichkeit, sich der Kultur des Landes zu nähern. Wen der Spaziergang schon hungrig gemacht hat, ist in Ljubljana nicht schlecht aufgehoben.

Aber auch hier heißt es wie immer, wenn man in einem fremden Land ist:  Erlebe das Land wie ein Einheimischer. Das bedeutet:  Die nächste Station  ist daher entweder der freitägliche Food-Market „Open Kitchen“ oder eine  organisierten Food-Tour, etwa von Ljubljananjam oder geleitet vom Online-Guide Taste Ljubljana.  Anschließend lässt es sich der erste Tag an einem der beliebtesten Plätze der Stadt ausklingen. Das Ufer der Ljubljanica lädt aufgrund seiner autofreien Zone zum Schlendern und Verweilen ein. Es reihen sich Lokale und Cafés nacheinander und bieten Sonnenplätze, an denen sich die nächste Station der Reise wunderbar planen lässt. In derselben Gegend findet ein weiteres Highlight der Stadt statt,  nämlich der sonntägliche Flohmarkt. Von 8 bis 14 Uhr kann man hier durch Krimskrams stöbern, Souvenirs ergattern oder sich ganz einfach vom lebhaften Flair berieseln lassen.  Um den perfekten Abschluss zu finden, empfiehlt sich eine Bootstour auf dem grün-schimmernden Fluss. Mit dem Lake Craft- Holzboot lässt sich die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive entdecken. Das hölzerne Boot verleiht zusätzlich ganz urigen Charme.

Slowenien: Land der Natur- und Kulturschätzen

Das landschaftlich vielseitige Slowenien ist bereits eine Attraktion für sich. Es ist das erste Land der Welt, das zur Gänze zum grünen Reiseziel erklärt wurde. Von Bergen und Tälern über Wälder und Küste mit Strand – der erst seit 1991 unabhängige Staat zwischen Österreich und Kroatien bezaubert mit unnachahmlicher Reichhaltigkeit an Natur- und Kulturschätzen.

Wer sich der slowenischen Kultur in ihrer Gänze widmen möchte, beginnt seine Kulturreise am besten in Bled und am zugehörigen Bleder See. Der Alpensee mit Sloweniens einziger Insel ist seit Jahrhunderten ein Ort der Zusammenkunft. Umgeben von einzigartiger Natur, lässt sich bei der Überfahrt mit einer traditionellen Pletna das klare Wasser des Sees bewundern und das Bergpanorama bestaunen.

Wer die Kirchenglocke der auf der Insel gelegenen Kirche Mariä  Himmelfahrt läutet, dem sollen alle Wünsche erfüllt werden. Ein Versuch wäre es Wert. Die beste Aussicht auf die Region haben Sie jedoch von einem anderen Ort aus. Bereits in der Gegend, sollte die beliebte Burg Bled definitiv auf der Besuchsliste stehen. Die mittelalterliche Architektur und lebendige Geschichte Sloweniens lässt sich hier hautnah erfahren. Wem anschließend eher nach Abenteuer zu Mute ist, der besucht eines der slowenischen UNESCO Weltkulturerben. Die Höhlen von Škocjan, mit dem größten unterirdischen Canyon Europas, sind mit ihren 26 Wasserfällen und den bis zu 15 Meter hohen Tropfsteinen ein echtes Highlight.

Die Höhlen werden gespeist vom dort subterran fließenden Karstfluss, der mit der etwas weiter westlich gelegenen Karstregion seinen Namen teilt. Dort findet sich die einmalige Landschaft, die die berühmten Lipizzaner-Pferde ihre Heimat nennen. Besucher können das 1580 gegründete Heimatgestüt in Lipica besuchen und die Anmut der Tiere bei Reitvorstellungen und Trainings bewundern.

Ganz im Südwesten des Landes, bereits an der Mittelmeerküste erwartet den Besucher dann ein weiteres, einzigartiges Highlight. Die Küstenstadt Piran mit ihren Salinenfeldern, gilt weithin als schönste Stadt des mediterranen Sloweniens. Wer einmal dort war, wird verstehen warum. Die malerische Stadt umgeben von tiefblauem Meer, wartet auf den Besucher mit zahlreichen kulturellen Highlights. Schmale Gassen führen zum kosmopolitischen Küstenufer und laden zum Durchatmen ein. Ein Besuch der Salinenfelder, das bis heute nach alten Verfahren die Salzblüte gewinnt, gehört ebenso zum Besuch wie eine Radtour durch das Umland. Wen es danach nach mehr Urbanität gelüstet, findet sein Ziel in der Hauptstadt Ljubljana.

Die schönste Stadt entdecken

Aktiv im Urlaub: Familienabenteuer in Slowenien

Slowenien bietet für aktive Familien eine Vielzahl an Attraktionen.

Wer nach Slowenien auf Urlaub fährt, denkt möglicherweise zunächst an die Großstädte Laibach und Marburg. Zugegeben, die Hauptstadt und ihr „kleiner Bruder“ sind sehenswert, tatsächlich hat Slowenien aber viel mehr zu bieten. Gerade für Familien hält das Land mit knapp zwei Millionen Einwohnern zahlreiche Abenteuer parat und trumpft durch atemberaubende Natur auf.

Wer frische Luft und schöne Landschaften genießen möchte, für den könnte ein Wanderurlaub in den Bergen Sloweniens genau das Richtige sein: 10.000 Kilometer markierte Wanderwege und 175 Berghütten sind nur zwei Argumente, einen Familien-Wandertrip durch die naturbelassenen Gegenden zu planen. Auch in der wärmeren Jahreszeit bietet zum Beispiel das Skigebiet Kranjska Gora inmitten der Julischen Alpen viele Möglichkeiten für Aktivitäten. So können Wanderer zur Dreiländergrenze oder auf diverse umliegende Gipfel streben und von dort den Ausblick genießen. Eine absolut sehenswerte Destination sind auch der Triglav-Nationalpark und das angrenzende Bled, wo es den berühmten See mit seiner Insel zu bestaunen gibt. Eines ist klar: Egal, ob Action-Urlaub oder gemütlicher Wanderspaß, in Slowenien wird jeder fündig.

Für Familien, denen die eigenen Füße nicht das bevorzugte Fortbewegungsmittel sind, könnte ein Fahrradurlaub eine Überlegung wert sein. Bestens geeignet für eine Radtour ist schon Laibach, wer aber weit weg will vom Trubel, für den bieten sich die Alpen Sloweniens an. Aber Hobbysportler können beruhigt sein: Es handelt sich bei den dortigen Radstrecken keineswegs nur um mühsame Bergetappen, auch gemütlichere Routen stehen zur Auswahl. Wer gar keine Steigungen will, kann in der Pannonischen Ebene Sloweniens, beispielsweise im Nordosten des Landes, aufs Rad steigen – hier kann Ptuj, die älteste Stadt Sloweniens, besichtigt werden.

Nach einer anstrengenden Wanderung oder Radtour sehnen sich Familien nach einer kühlen Erfrischung: Dafür bietet Slowenien nicht nur das Meer, sondern auch eine Vielzahl an Seen, Flüssen, Schwimmbädern und Wasserfällen. Wie wäre es zum Beispiel mit der grünen Soča, einer der ursprünglichsten Flüsse der Alpen? Wer auch im Wasser die Action sucht, kann sich dort beim Rafting seine Extraportion Adrenalin holen. Eine Kombination aus Schwimmen und Wandern ist die Trendsportart Canyoning – dabei wird in Bächen gewandert und es wird Wände hinaufgeklettert, auch Sprünge in steile Schluchten gehören dazu.

Wer ganz hoch hinaus will, sollte sich einen der zahlreichen Abenteuer- und Kletterparks Sloweniens ansehen: Eingebettet in die Landschaft, kann hier in luftiger Höhe der innere Schweinehund besiegt oder die persönlichen Fertigkeiten getestet werden. Der Cerkno Fun Park sowie die Abenteuerparks in Postojna, Geoss oder Bled sind dafür bestens geeignet.

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Natur pur: Die wilde Seite von Slowenien

In kaum einem anderen Land Europas gibt es so viel unberührte Natur zu sehen.

Die Alpen zählen – wie wir in Österreich ja wissen – zu den schönsten Regionen der Welt. Für Naturliebhaber, die sich nach besonders unberührter Natur sehnen, ist aber eine Reise in das nahe Slowenien wärmstens zu empfehlen. Von den Alpengipfeln bis zur Adriaküste gibt es hier für jeden etwas und es mangelt nicht an Möglichkeiten, die typische Fauna und Flora zu bestaunen. Ein Beispiel ist der Triglav-Nationalpark, der seinen Namen vom höchsten Gipfel Sloweniens bekommen hat – hier warten geschützte Naturschönheiten und unzählige Kilometer an Wanderwegen. Nahe des Berges Triglav befindet sich der malerische See von Bled, der eine Besonderheit zu bieten hat: In seiner Mitte gibt es eine Insel mit einer gotischen Kirche zu bestaunen.

Auch ein Abstecher in das Soča-Tal ist ein tolles Erlebnis. Die Soča zählt zu den schönsten und außergewöhnlichsten Flüssen Europas und besticht durch ihre smaragdgrüne Färbung. In seinem Lauf ist der Fluss vor allem durch Stromschnellen, enge Schluchten und zahlreiche Wasserfälle gezeichnet und bietet dadurch an vielen Stellen ein Spektakel. Wer Action mag, versucht sich im Rafting oder Canyoning, wer es lieber gemütlicher angeht, probiert das Fliegenfischen in der Soča. Die Küstenstadt Piran an der Adria lockt mit einer Besonderheit: In der Nähe befinden sich Salinen; schon seit hunderten Jahren wird hier Salz abgebaut.  Im nahen Landschaftspark Strunjan ragt die felsige Küste eindrucksvoll aus dem Meer.

Im Sommer bietet ein Besuch in der Höhle von Postojna die perfekte Abkühlung. Nicht umsonst ist dies die meistbesuchte Schauhöhle Europas; seit 140 Jahren werden Menschen mit der Höhlenbahn zum Herz des Berges geführt. Ein weiteres Schmankerl ist die Burg Predajma, die unterirdisch mit der Grotte verbunden ist und ebenfalls einen Weltrekord hält: Sie ist die größte Höhlenburg der Welt. Auch das Pannonische Slowenien und seine Landschaften bieten Natur pur: Weitläufige Ebenen, hügelige Regionen und unzählige Weingärten laden zum gemütlichen Wandern und Spazieren ein. Slovenske Gorice, das Hügelland an der Grenze zur Steiermark, ist ganzjährig ein beliebtes Ziel.

Grün ist nicht umsonst die Landesfarbe von Slowenien: Ganz in der Nähe von Marburg ist viel von der Farbe der Hoffnung zu erspähen, betritt man die Weiten des Pohorje-Gebirges. Anders als die Alpen ist dieses Gebirge ein Mittelgebirge, die Gipfel sind weniger hoch; es mangelt nicht an Wanderrouten von gemütlich bis anstrengend. Hier gibt es außerdem zahlreiche unberührte Torfmoore, einen echten Urwald und Wasserfälle zu bewundern.

Slowenien tut viel, um seine natürlichen Schönheiten zu bewahren – und das kommt den Besuchern zu Gute: In kaum einem anderen Land in Europa spielt die Natur eine dermaßen große Rolle.

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